Die Reise einer jungen Frau

 

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Die Tage ziehen dahin. Mir geht es mal besser, mal schlechter und seit einiger Zeit denke ich viel über BDSM, meine Beziehung und die Beziehung zu meinem Spielgefährten nach. Aber nicht nur das beschäftigt mich, sondern auch meine Gefühle, mein Selbstwert und anderes. Ich habe Angst durch BDSM meine Beziehung zu meinem Freund zu verlieren. Habe Angst jemanden zu verletzen. Ich liebe meinen Freund und zu meinem Spielgefährten habe ich eine besondere Beziehung, die ich nicht umschreiben kann. Nur das ich unglaublich froh bin, das auch er an meiner Seite ist, mir zuhört und mir versucht bei meinen Problemen zu helfen. Ich weiß echt nicht was ich ohne ihn in dem ganzen Jahr geschafft hätte, wahrscheinlich weitaus weniger als die Hälfte. Ohne meinen Freund wäre dies nicht möglich. Er gab mir die Erlaubnis dazu, mir einen Spielgefährten zu suchen und jetzt gehört er zu meinem Freundeskreis mit dazu. Nicht jeder weiß, welche Rolle er spielt. Aber das ist ja nicht so wichtig. Falls jemand fragen sollte, erkläre ich es, denn ich habe keine Probleme dazu zu stehen, auch wenn ich hier und da unsicher bin und versuche etwas Abstand zu nehmen, bemerke ich doch wieder und wieder, das mein Körper förmlich danach schreit und sich so sehr danach sehnt, sich vollständig zu verlieren. Vielleicht schaffe ich es jetzt bewusst darauf mehr zu achten und mir das, was ich begehre, auch zu gönnen. Ich habe Probleme mit dem Weinen oder den Wütend sein. Noch immer wandeln sich Wut und Trauer in Selbsthass. Ich verwehre mir das Spielen, fühle mich unwohl in meiner Haut und wünschte ich könnte endlich meine Gefühle raus lassen, damit ich meine Vergangenheit verarbeiten kann. Mein Automatismus verhindert dies. Sobald es bemerkt das mir die Tränen kommen, wird es auf einmal so ruhig in mir. Ich bemerke es nicht. Erst wenn mich jemand darauf aufmerksam macht, kann ich über die Problematik nachdenken. Es brodelt unbeschreiblich viel Wut in mir. Habe ich keine Blockade, bin ich angespannt, mein Kiefer verkrampft und mein Kopf fühlt sich so an, als wäre er in einem Schraubstock gefangen. Jetzt in diesem Moment ist es genau so. Mein Körper steht unter Strom. Ich bin müde, erschöpft und möchte irgendwo meine Hand ganz fest gegen die Wand schlagen oder schreien. Ich möchte mich in eine Decke kuscheln und weinen. Ich möchte es wirklich gern und es macht mich traurig, das ich dazu nicht in der Lage bin. Langsam, ganz langsam schleicht sich der Gedanke an die Oberfläche. "Papa... Mama... warum habt ihr mir das angetan? Warum habt ihr mich so kaputt..." Eis legt sich in meinem Inneren nieder. Ich werde ruhig. Mein Körper, mein Geist, etwas schaltet sich ab und ich beginne allmählich zu vergessen was ich dachte... Warum? Warum musste es so kommen? Warum? Warum.....
14.8.14 08:02
 


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Manfred / Website (14.8.14 14:07)
Weißt du, du lebst viel zu sehr in der Vergangenheit. Sie nimmt zu viel Platz ein in deinem Leben und gleichzeitig nimmt sie dir Zeit in der Gegenwart die Momente bewusst wahrzunehmen. Auch wenn deine Eltern dir scheinbar Schlimmes angetan haben, so kannst du es heute nicht verändern, nur anfangen es zu akzeptieren. Wenn es zu viel Platz einnimmt, überlege eine Gesprächstherapie anzufangen, in der kannst du gezielt bestimmte Teile verarbeiten. Habe ich auch schon gemacht!
Das was dich wirklich ärgert ist, dass du durch deine Vergangenheit nicht vorankommst. Da ist soviel Energie in dir, die du selber abschirmst, um dein Geistigen Schmerz mehr Raum zu geben, weil du im Irrglauben lebst, das mehr Raum, weniger Schmerz bedeuten könnte.
Süße, leb bitte mehr in der Gegenwart! Üben üben üben!
Und toll das du so ein verständnisvollen Freund hast. Daran sieht man, das du etwas ganz besonderes bist.
Schön, das es dich gibt!

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